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Raus mit dem Plunder

Raus mit dem Plunder

Minimalismus erweitert die Sinne, die Finanzen und das Wohlbefinden

„Alles was Du besitzt, besitzt irgendwann Dich“(Zitat aus dem Film „Fight Club“)

Du kommst Abends nach Hause, total erledigt und behangen von Einkaufstüten. Befüllt zu über der Hälfte Verpackungen aus Plastik und Karton. Du hast fünf Superangebote erworben, super günstig und nur heute, Du fühltest dich gut beim Kauf. Den neusten Lockenstab, heute um die Hälfte reduziert. Das günstige Deo, den Haartöner, den letzten Blockbuster und die tolle Obstschale. Dabei hast du alle diese Dinge schon mehrfach. Den neuen Lockenstab musst du sofort testen. Doch zuvor musst du ihn von Plastikfolie, Karton, Styropor noch eine Plastikfolie und Kabelbindern befreien. Deine Begeisterung hat sich mittlerweile gelegt, du stellst du fest, genau denselben hast vor drei Wochen geschenkt bekommen. Leicht frustriert steckst du ihn in den Schrank zu den andern drei.

Mit Chips und Rotwein haust du dich auf die Couch, schiebst den Blockbuster in den Player und schläfst nach zehn Minuten ein.
Es gab Zeiten, als unsere Eltern und Großeltern aus Mangel so viel wie möglich für schlechte Zeiten horten mussten. Dieses Denken hat sich die Industrie zu Eigen gemacht und lässt uns durch gekonnte Werbeinformationen und gezielte Angebote immer noch in diesem Mangeldenken verharren.
Viele Menschen werden aber aufmerksamer, bewusster, wachen auf und stellen fest, dass wir von der Industrie  gezielt zum Geldausgeben verleitet werden.
Minimalismus scheint in diesem Zusammenhang der neuste Trend zu sein. Es gibt unzählige Anleitungen, Meinungen und YouTube-Videos. Begründet durch die Vorteile die er für Umwelt, Persönlichkeit, und Gesundheit hat, folgen immer mehr Menschen dieser Richtung.

Weg vom Konsum, Trennen von Überflüssigem, gezielter Einkauf, nur das Nötigste. Es bleibt mehr Zeit, mehr Geld und mehr Sauerstoff im Haus oder Wohnung übrig. Es scheint an uns zu liegen, den althergebrachten, anerzogenen Trend in die Gegenrichtung zu lenken. Dennoch hat jeder hat seinen eigenen Plan, diesen umzusetzen. Ich möchte meinen Weg dazu aufzeigen der mir durch Umstände mehr oder weniger in den Schoss gefallen ist.

Sich von den so lieb gewonnen Dingen zu trennen ist für viele eine Herkulesaufgabe.
Wenn man wie ich im letzten Jahr dreimal umgezogen ist und dabei die Wohnung immer kleiner wurde, fällt es leichter, sich von Überflüssigem zu trennen.
Wenn man jedes einzelne Stück drei Stockwerke in den Händen hält, der Plunder aber nach dem zehnten Auf- und Abgang nicht abnehmen will, macht man sich einige Gedanken. Warum hab ich diesen Stuhl gekauft, er stand immer nur in der Ecke herum? Wie lange hab ich dafür gearbeitet, nur um ihn auch noch kostspielig zu entsorgen?
Diese Gedanken brachten mich automatisch zum Minimalismus. Man steht vor jeder Kiste, jedem Teil, jedem Möbelstück und fragt sich: „Umzugswagen oder Müll?“ Schmerzliche Verabschiedungen von Dingen, die einstmals so überaus wichtig waren, für die aber schlichtweg kein Platz mehr im neuen Heim war.

Während des Umzugs kommen noch Überlegungen. Es noch zu verkaufen, irgendwo einzulagern, es dann aber schließlich mit einem großen Schwung und befreiender Erleichterung, auf den riesigen Berg zu deren Ahnengleichen zu schleudern.
Die Erleichterung des Loslassens ist so immens, das die folgenden Entsorgungsgänge immer mehr Freude brachten.
Diese Erlebnisse haben dafür gesorgt, widerspenstiger gegenüber den verlockenden, glitzernden und bunt verpackten Angeboten beim nächsten Einkauf zu werden.
Es ist auch schwierig, in ein Geschäft zu gehen, um nur das zu kaufen, was einem gerade so entbehrlich ist. Zu den strengsten Aufgaben dieser Hinsicht zählt es, einen IKEA-Laden mit leeren Händen zu verlassen. Ich hab es geschafft! Mit Hilfe von sieben Strategien wird es auch für dich einfacher, in den Minimalismus einzusteigen, ohne das du dazu dreimal umziehen musst. Du kannst alle sofort einsetzen, aber auch eine nach der andern angehen.

E-Book Minimalismus1. Die 1-gegen-1-Strategie
2. Die Inventur-Strategie
3. Die Bargeld-Strategie
4. Die Haushaltskassen-Strategie
5. Die Links-liegen-lassen-Strategie
6. Die Freies-Zimmer-Strategie
7. Die Grüne-Box-Strategie

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