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Angekommen!?

Angekommen!?

Angekommen !?

Im Schnelldurchlauf über mein Jahr 2017. Viel Neues, viel lernen, viel Turbolenzen aber auch zweimal Ankommen war die Themenstellung.

Aufgewacht

Durch die bedrückende Erkenntnis, der Existenz einer Bilderberger – Schattenregierung und dessen mögliche Folgen, wurde vor etwa drei Jahren der transformierende Prozess in Gang gesetzt. Meine Aufmerksamkeit richtete sich von nun an auf neue Themen, als der Tabellenstand des Fußballvereins, die Suche nach der einen Frau und wie lange es noch bis zum Freitag dauert. Themen wie Astrologie, Psych-K, Gradido, Internet Success Coach, Durchlichtung, Dualseelenprozess, raus aus dem Hamsterrad, leben aus dem Herzen und Bierbrauen, haben von da an die Regie übernommen und viel Ausbildungszeit gekostet.

Der Traum begann schon vor Jahren durch die Vorstellung des Dörfle Esperanza in Paraguay, Bei timetodo.ch auf Schweiz 5 wurde eine Dorfgemeinschaft, in Freiheit, in der Sonne, bei guter Luft, sauberem Wasser und gesunder Nahrung vorgestellt.

Alles ist friedlich, entspannt, man isst, singt und lebt zusammen. Schön! Es dauerte aber noch ein ganzes Jahr, bis der Ruf aus Paraguay lauter wurde. Spontan hab ich wieder nach der Webseite gesucht. Fand aber eine andere Seite, freiheitdurchauswandern.de ein neues Projekt, mit allen Themen, die ich im letzten Jahr erfahren und erlernt hatte mit im Gepäck. Sensationell, das muss es sein, das Feuer war gelegt. Nach dem zweistündigen Telefonat mit Erwin, dem Organisator, sowieso. Parasio Verde war Programm und alternativlos.

Der Wohnung-Verkauf in Tuttlingen und die Cedula für Paraguay beantragen stand als Erstes auf dem Spielplan. Bei der ersten Reise ins gelobte Land, konnte ich die Behördengänge, mit dem Besuch im Dörfle Esperanza verbinden.

Nach vier Tagen dort war klar, von der schön verfilmten Gemeinschaft war nichts zu sehen. Im Nachhinein war es aber ein sehr wertvoller Besuch, setzte er doch einen Meilenstein im Dualseelen-Prozess. Der Besuch des Parasio Verde im weiteren Verlauf der Reise, entpuppte sich jedoch als riesengroße Wiese. Es würde noch sehr viel Wasser den Bach herunter fließen müssen, bis es dort bewohnbar. Etwas großes braucht Zeit, jedenfalls war der Funke in mir entzündet.

 

 Abwarten

Die Zeit zurück in Deutschland entwickelte sich wie zäher Kaugummi. Wohin mit den zwei Katzen, mitnehmen, Tierheim? Riesige Schwierigkeiten zeigten sich beim Wohnung-Verkauf.  Was machen mit dem Zeug in der Wohnung. Container oder alles verkaufen.

 

Angekommen !

Mitten in diese Hektik dann das große Ereignis in diesem Jahr. Die Vereinigung mit der Dualseele. Ein Liebesschwall zog in mich hinein so stark und überwältigend, wie noch niemals zuvor. Trotz meiner anfänglichen Panik im Umgang mit der Situation, fühlte es sich immer besser an sie nun ständig bei mir zu haben. Wir sind vereint. Aus den Dualseelen ist eine geworden. Bis zu diesem Tag war das Thema Dualseelenpartner nur ein Begriff, ein Wunsch, eine Vision und so weit weg. Ich begann mich mit diesem Thema zu beschäftigen und alles was ich bisher erfahren durfte, deckt sich mit meiner Geschichte, die vor 16 Jahren im Oberbayern Mallorca begann.

 

angekommen

angekommen

 

 

 

 

 

 

..weiter geht´s

Parallel ging es weiter mit den Paraguay Planungen, doch es lief von nun an leichter. Die Katzen fanden in der Schweiz Unterschlupf, wo sie herkommen und gut versorgt werden. Der Umzug wurde vor der Haustüre abgeholt. Sogar der dramatische Wohnung-Verkauf, der für einige graue Haare mehr gesorgt hatte, fand irgendwie noch sein Ende.
Seit September 2017 laufen im Parasio Verde die ersten Arbeiten und die Möglichkeit dort als Pionier mitzuwirken scheint nicht ganz vermessen.

Miete mich aber für den ersten Monat im Hotel ein, um erst einmal runter zu kommen. Neues Land, neue Menschen, neue Bedingungen, gleich wie, gleich wo, man immer nur sich selbst im Gepäck. 24 Stunden Flug inklusive noch abschließenden Cedula Behördengänge und dann da.

Angekommen?

Das Hotel war sehr schön, ideal zum Abschalten und Ankommen. Es war auch sehr deutsch, was sich Abends in Debatten über Politik in Deutschland, Frau Merkel, Geld, schneller höher weiter, instruierte.
Besonders Neuankömmlinge haben das große Bedürfnis sich erst mal über die eben verlassene Heimat, auszukotzen.Die Einwanderung- Prozedur, Grundstücke, Kauf oder Miete, was darf man was nicht. Wobei „man darf, man soll, man tut“ sicher in Deutschland erfunden wurde. Ich hab den „man“ oder den „mr“ leider noch nie getroffen. Mit steigendem Alkohol kommen immer mehr Storys über Pleiten und Pannen über Abwesende auf die Tagesordnung. Die ganzen Debatten, haben bei mir Spuren hinterlassen. „Laufe ich vor etwas weg oder zu etwas hin.“ So bleibt mir nur auf mein Herz zu hören und ab und zu auf einen Experten. Auch mein bereits im März reservierte Grundstücks im Parasio Verde, wurde ein ständiges Thema. es hatte bis dort hin auch schon einige Wenns und Abers hinter sich..

 

 

 

 

Angekommen ?

Nach einem Monat „Deutschkurs“ schon wieder umziehen, diesmal in den Hochsicherheitstrakt, aber es wird nun paraguayisch. Im gut beschützten Stand By Modus lässt es sich leichter auf Veränderungen warten. Sprachliche, lokale, und bauliche Hürden müssen überwunden werden. Hinter einer doppelt Verzäunung mit Wachhund, verschanztes 42 m² Zimmer mit Dusche findet sich im Moment der Traum von der großen Freiheit wieder.
Weg von Stress, Hektik, Autolärm, weg aus Deutschland, weg aus Europa. Raus in die Freiheit, Leben in Gemeinschaft, eigenes Grundstück, Häuschen, Ideen mit gleichgesinnten Entwickeln im Parasio Verde heißt der Plan, der Wunsch. Lernen von Experten, mitwirken, umsetzen. Anscheinend hat aber der liebe Gott, das Universum, oder wie ich heute weiß, ich selbst, sehr viele Hürden eingebaut bis man am erwünschten Ziel ankommt.
16 Jahre hatte der Prozess mit meiner Dualseele gedauert, bis wir uns im Juli vereinen konnten, so braucht es wohl noch etwas Geduld.

Was machen die Paraguayer, sie sitzen zusammen vor dem Haus, vor der Hamburger-Bude, vor dem Möbelgeschäft, unterm Baum auf Plastikstühlen.
Sie trinken Mate Tee oder Terere bei jeder Gelegenheit. Kinder springen herum und freuen sich des Lebens so scheint es. Ich weiß noch nicht worüber sie reden, aber sie sehen glücklich dabei aus. Ich versuche sie, als Vorbilder zu sehen. Erst recht seit dem besonderen Tag im Juli, als das Eintreffen der Liebe, das überwältigende Gefühl ausgelöst hatte.

Es zählt nur das Herz, das Außen ist nur Illusion.

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Maach et jot Andrea, Gedächtnis Reise

Maach et jot Andrea, Gedächtnis Reise

Maach et jot Andrea, Gedächtnis Reise

 

Start

Sonntag, 06.08.2017 den Walkman vollgepackt mit Liedern von Andrea „ das reicht für mehr als eine Nacht„ ging es ab Immendingen mit der deutschen Bahn los. Für spannende Momente dürfte alleine schon durch das Beförderungsunternehmens gesorgt sein. Richtung Offenburg, Essen, Recklinghausen diesmal ohne Zwischenfälle. „Wow, muss wohl am Anlass liegen“, denk ich für mich. Im Zug von Offenburg nach Essen im Abteil zwei Damen, Es sah aus wie Mutter und Tochter, die vermutete Mutter steig aber später in Köln aus und ließ die angenommene Tochter bis nach Essen weiterfahren, war wohl doch nicht so. Ein junges verliebtes Pärchen in Karlsruhe eingestiegen und die zwei Damen verbrachten die Fahrt weitestgehend schlafend, während ich wach blieb bei Musik von Andrea.
Nach dem dritten Mal „Sommer in Avignon“ waren wir in Frankfurt und standen eine halbe Stunde rum, Raucherpause.

Abfrage

Ursprünglich wollte ich schon am Freitag zur offiziellen Trauerfeier gehen oder sah mich viel mehr verpflichtet dazu. Durch die widersprüchlichen Angaben im Internet ging ich am Tag vorher mit Andrea in PSYCH-K Stellvertretung. Für die ich verwunderlicher weise oder für mich glücklicherweise nur bei ihr Erlaubnis bekomme. Frage ab: Dieter besucht mein Grab am Freitag? Antwort: Schwach=Nein,  ging die weiteren Tage durch, bei Montag kam, stark=Ja. Das wäre dann ja geklärt.

Angekommen in Recklinghausen, kurz vor 8 Uhr, mit Andrea Wetter, heißt Sonnenschein. Automatisch singe ich „Guten morgen Sonnenschein, schenk mir diesen Tag„ Der Begriff Sonnenschein, hat zwischenzeitlich zwei Bedeutungen.

Recklinghausen

Recklinghausen, noch nie auch nur in der Nähe gewesen, eigentlich eine Stadt wie Tuttlingen wo ich herkomme, viel Krach und Getöse wie überall. Alleine aber der Gedanke, „sie hat hier gelebt, dieselbe Luft geatmet wie ich jetzt“ macht die Stadt zu etwas ganz Besonderem. Ich sah einige Statuen und Denkmäler, die mich zu dieser Zeit noch überfordert hatten, sagte mir „Eigentlich hätte Andrea auch eines verdient, ein strahlendes, ein herzerwärmendes, ein liebevolles mit tausend Sternen drumherum“
Aber keine Zeit zum Träumen, Zentralfriedhof suchen!

Man vermutet ihn im Zentrum, was das Wort zentral eigentlich besagt. Nach einer halben Stunde Irrwanderung fiel mir Google Map ein, lieber hätte ich jemanden gefragt, um ihren Dialekt zu hören, lasse es aber, wollte keinen Andrea Tourismus Hype bei den Leuten auslösen und einfach kann ja schließlich jeder.
Bei der Wanderung ca. 5 km fand ich Gelegenheit darüber nachzudenken, ob der persönliche Kontakt nicht besser gewesen wäre, Andrea hätte sicher gefragt.
Nach 40 Minuten Power Walking war mein erstes Ziel erreicht.

Zentralfriedhof

Zentralfriedhof, riesengroß „zwei sorglose Vögel zwitschern im Wind“, ein paar Menschen schon am werkeln, quatschen, oder  eben trauern. Stellte mich emotional auf Ziel 2 ein, die Suche nach dem Grab. Dieses Mal fiel Google Map aus und fragen sowieso.
Seltsamerweise waren viele Gräber nicht beschriftet, anders als bei uns wo „Neuankömmlinge“ immer ein Holzkreuz bekommen bis der Grabstein fertig ist. „Es gibt sicher das eine Grab, mit einem Berg von Kränzen überflutet das müsste doch von weitem zu sehen sein oder es steht ein Pulk von Fans davor“ redete ich mir motivierend zu.

Abschied

Dann kam der richtungsweisende Gedanke, „Du kannst mich doch hinführen.“ Ging wieder in Stellvertretung mit Andrea. Fragte ab, „ich führe Dieter an mein Grab„ Antwort: Stark=Ja. „Danke Andrea, dann nichts wie los.“
Nach einigen Schritten sah ich den Kranzberg von weitem schon, es stand ein Mann davor. Ich wollte ihn nicht stören und wollte ebenfalls allein sein.
Die vielen Kränze sahen aus, als ob die letzten Tage der Himmel sehr geweint hatte, aber nirgends stand Andrea. In einer Steinplatte war Willy eingraviert. „So viele Kränze für Willy, fragte ich mich, na vielleicht auch ein großartiger Mensch, wie Andrea“
Ich verneigte mich vor dem Grab, hielt inne und  wie auch bei meinem Vater vor einpaar Jahren, kommt das Lied hoch von den Bläck Fööss

 

„Maach et jot, mer sin uns widder.
Maach et jot, un kumm jot rüvver.
Bestell dem Herrjott ’n schöne Jroß,
ov et wirklich nüdig wor,
dat de su früh jon mots.“

 

Ich singe im Stillen, verabschiedete mich und suchte weiter.
Irgendwann fing ich an mich mit dem Erreichten zufrieden zu geben, da die ersten Trauergäste sich für eine anstehende Bestattung  einfanden. „Ich war zumindest in der Nähe“, resignierte ich nun doch etwas enttäuscht.
Da fiel mir ein, ich ja bin immer noch mit Andrea verbunden. Fragte „Ich suche weiter mit Dieter nach dem Grab“ Antwort: Schwach=Nein.

Erkenntnis

Da kam im selben Augenblick der Gedanke „Ein neues Grab und schon eine Grabplatte? Schaute mir die Grabbilder aus dem Internet an und erkannte die Grabplatte „Willy“ wo Andreas Urne bei der Trauerfeier stand. Ich war doch an Andreas Grab. Frage sie dann „Ich gehe nochmal hin“ Antwort: Schwach=Nein. Löste dann die Stellvertretung auf.
Sie hatte mich doch hingeführt und ich hatte es erst später erkannt, genau so wie, als sie noch lebte in jenem Fall, zu spät.  Ich verabschiedete mich dann vom Friedhof und später von Recklinghausen, mit einer lärmenden Schulklasse im Zug. Per Walkman und Andrea ließ sich das Getöse wunderbar abstellen. Der Zufallsklick bringt „ unsere Zeit„  ja das war sie heute auf jeden Fall. Diese oder „unsere Zeit“ konnte man nicht besser als in „in der schönsten Stadt Deutschlands“ ausklingen lassen.

PSYCH-K

In Köln bekam ich per Mail von meiner PSYCH-K Ausbilderin, Micaela, die Antwort auf die Frage: Wie oft, wie lange und ob ich überhaupt mit Verstorbenen Seelen in Stellvertretung gehen kann. „ Du kannst so oft und lang in Stellvertretung gehen, wie du Erlaubnis von beiden Seiten erhältst und deine Absicht im höchsten
und besten Interesse für die Stellvertretende ist“.
Danke Micaela, danke PSYCH-K und vor allem danke Andrea.
Dann die Heimreise von einem emotionalen, ergreifenden und doch sehr schönen Tag, mit warmen Gefühlen.

Andrea fuhr im Herzen mit.

 

 

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