Dieter Kaiser

Interview mit Ronny: Der Weg zu Gradido

Interview mit Ronny: Der Weg zu Gradido

Interview mit Ronny: Der Weg zu Gradido

 

Dieter: Lieber Ronny, schön dass Du dir Zeit nimmst und mir(uns) die Möglichkeit gibst, von Deinen Erfahrungen aus Deinem Leben sowie Dein Weg zu Gradido zu berichten. Wir haben uns ja auf Gradido kennen gelernt.
Was hat dich denn bewegt, dort aktiv zu werden – wie hat für Dich alles angefangen?

Ronny: Wirtschaftskrisen, insbesondere die letzte ab 2008 etwa, führten dazu, dass ich intensiver mit anderen Menschen darüber diskutierte. Einer davon sammelte schon länger Quellen zu „alternativen Geld- und Wirtschaftssystemen“ und „gradido“ war einfach in der Liste enthalten und faszinierte mich irgendwie. Ich behielt es zunächst erstmal nur im Kopf, wurde nicht gleich aktiv. Weil ich aber weiter neugierig war und mich intensiv mit dem Finanz- und Wirtschaftssystem beschäftigte, reifte so allmählich der Gedanke, dass etwas zu „tun“ notwendig ist, sonst bleibt alles wie es ist. Ich habe mich also im Gradido-Netzwerk angemeldet, bin aber immer noch passiv geblieben und habe beobachtet und die Projekt-News verfolgt.

Dieter: Darf ich fragen was Du bisher beruflich gemacht hast und kannst Du dir vorstellen dass deine berufliche Laufbahn mit Gradido in Einklang zu bringen ist und danach alles besser wird?

Ronny: Ich bin seit vielen Jahren in der IT tätig. Das interessiert mich übrigens auch privat. Heute leite ich ein Team von IT-Spezialisten in einem weltweit agierenden IT-Konzern. Wie sehe ich meine Rolle als Manager in Bezug auf das Gradido-Konzept? Ich bin für mich zu der Erkenntnis gekommen, dass Engagement für eine bessere Welt nicht zwangsläufig das sofortige Abschalten meines bisherigen Lebens und auch meiner beruflichen Tätigkeit bedeuten muss. Siehe z.B. Götz Werner, ein erfolgreicher Unternehmer, der trotzdem für das BGE eintritt. Es gibt auch Manager in Betriebsräten. Das ist zweifellos schwierig und nicht selbstverständlich. Ich trage (finanzielle) Verantwortung für mich und meine Familie. Dennoch möchte ich eine Veränderung aktiv mitgestalten. Das eine darf für mich das andere nicht ausschließen – im Moment jedenfalls noch. Alles wird dadurch vielleicht nicht besser. Den Status Quo der Welt sortiere ich aktuell als unbefriedigend ein, der dringende Handlungen zum Besseren benötigt. Du merkst schon, irgendwie bin ich aus dem passiven Modus herausgekommen.

Dieter: Wie stellt sich Dein neuer Modus dar, was setzt Du bereits um und welche Aktivitäten stellst Du dir in naher Zukunft vor?
Gradido

Gradido

Ronny: Wachgerüttelt hat mich die Einladung zum Gradido-Webinar. Für mich war am Ende der Session klar, Gradido ist für mich reif genug geworden, um mitzumachen. Es ist neben der Realitätsdarstellung ein Lösungsangebot an die Welt, endlich Krieg, Armut, Hunger, Ängste usw. zu beseitigen, friedlich, bedacht, mit einem ganzheitlichen Ansatz, der auf Beobachtungen der Natur beruht. Das ist erfrischend anders und ich bin überzeugt davon, dass das funktionieren kann. In meiner Freizeit will ich nun (neben dem Bedarf meiner Familie) mithelfen, Gradido bekannter zu machen. Das Interview hier z.B. hilft ja auch dabei … Ich beteilige mich an internen Diskussionen. Bin wie du auch Teil von Gruppen, die nach vorne denken und die nächsten Schritte überlegen. Ich habe schon auch die eine oder andere Marketing-Idee, aber da soll sich doch jeder Gradido-Interessierte überraschen lassen, was wir anbieten können. Ich sage dir jetzt dir vielleicht etwas überraschendes. Eine wichtige Aktivität für die nahe Zukunft ist eine deutlich stärkere Selbstreflexion. Was bin ich? Was möchte ich sein? Passt mein persönlicher Drang und mein selbstgestecktes Ziel zu meinem moralischen und ethischen Bewusstsein? Wie kann ich dabei Gradido helfen und wie kann Gradido möglicherweise auch mir helfen auf diesem Weg voranzukommen.

Dieter: Danke Ronny das Du uns einen Einblick gegeben hast. Eine letzte Frage noch, wie können sich Menschen die Gradido nicht kennen am besten Informieren. Was können sie tun um sich zu beteiligen?

Ronny: Ich denke, jeder Mensch fühlt sich anders angesprochen. Gradido bietet heute schon eine hohe Bandbreite an Möglichkeiten sich zu informieren: natürlich die Gradido-Homepage, aber auch Info-Mails aus dem Netzwerk, Flyer, Beiträge auf Blogs (wie deinem), das bereits erwähnte Webinar , das mich persönlich überzeugt hat und es gibt und kommt sicher noch mehr. Was kann dann ein Interessierter tun, der aktiv mitmachen will? Solange er die Grundideen mittragen möchte und sich damit identifizieren kann, ist eigentlich alles erlaubt, was Gradido besser bekannt macht in der Welt. Auf der Hompage Gadido.net  kann man sich da gut informieren. Schließlich steht auch der Gründer Bernd Hückstädt wirklich offen für An- und Rückfragen zum Gradido-Konzept zur Verfügung. Je nachdem, wie intensiv man sich beteiligen möchte und in welcher Form ergeben sich da ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Ich persönlich habe mich für aktives Mitgestalten im internen Forum, der Außendarstellung und für finanzielle Unterstützung entschieden.

Dieter: Vielen Dank Ronny, ich wünsche Dir viel Spass und Energie bei der Umsetzung

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